Wählt zwei Zeitfenster pro Woche, in denen Kommunikation maximal minimal ist. Keine Meetings, keine Ad-hoc-Anfragen, nur klar definierte Ausnahmen. Kündigt sie früh an, erinnert freundlich, und messt die Wirkung: weniger Kontextwechsel, bessere Qualität, entspanntere Deadlines. Wer externe Abhängigkeiten hat, verschiebt stilles Arbeiten in erreichbare Bereiche. Nach einigen Zyklen wird diese Struktur selbstverständlich, und neue Kolleginnen und Kollegen finden schneller in die Kultur. Dokumentiert Erkenntnisse, damit jede Person die Regeln versteht und mitträgt.
Jede Zusammenkunft braucht Zweck, Ergebnis und Zeitrahmen. Schickt eine kurze Vorbereitung, benennt eine Person für Notizen, und beendet früher, wenn ihr fertig seid. Lasst Geräte stumm, außer sie dienen dem Ziel. Was nicht hineinpasst, gehört in asynchrone Kanäle. So gewinnen alle Zeit zurück und verlassen den Raum mit Klarheit statt Restarbeit. Haltet monatlich eine kurze Auswertung, streicht Meeting-Serien ohne Nutzen, und belohnt knappe, wirkungsvolle Formate mit mehr Autonomie für alle Beteiligten.
Veröffentlicht einfache Leitlinien: wann wer erreichbar ist, wie schnell typischerweise geantwortet wird, und welche Kanäle wofür gedacht sind. So verschwinden heimliche Erwartungen, und Menschen planen mutiger mit Schutzfenstern. Ermutigt asynchrone Arbeit, nutzt klare Betreffzeilen und Entscheidungsformate. Feiert sichtbare Beispiele, in denen Schutzräume respektiert wurden und Ergebnisse dadurch besser wurden. Schuldgefühle weichen Verlässlichkeit. Aus dieser Klarheit entsteht eine Kultur, in der tiefe Arbeit selbstverständlich dazugehört und niemand dauernd um Aufmerksamkeit kämpfen muss.